ich will nach hause…

freitag war’s so weit. da wollte ich einfach nur noch nach hause.

ich befand mich in einer traube von menschen, die viel zu jung waren. und anders. anders als ich. wenn mich das nächste mal jemand, der unter fünfundzwanzig ist, fragt, ob ich mit auf ein konzert kommen mag, bei dem mehrere bands spielen und dies womöglich kostenlos oder unter zehn euro kostet (sollten eigentlich die alarmglocken jetzt ziemlich schrill wie wild klingeln), dann werde ich diesen fehler nicht noch ein drittes mal begehen. denn aller GUTEN dinge sind drei. richtig, gut! nicht schlecht!

meine oma sagt immer „de custibus non estis putantum“. ja, is recht. aber ich habe noch niemals so viel schlechte musik an einem abend gehört. es war scheiße laut und die menschen waren alle ungefähr zehn jahre jünger als ich. und die aggressivität, die von ihrem ominösen pogo-tanz ausging, hat mich total verstört. das war kein pogo-tanz. das war kungu-fu für death-metal-freaks. wuah…

und alle zehn minuten dachte ich, „ich will nach hause“… ich will zu meinen freunden. ich will in meine heimatstadt zurück. das ist das erste mal nach sechs jahren, seit dem ich weg gezogen bin, dass ich zurück will. wäre ich mit meinen freunden da gewesen, dann hätten wir uns gemeinsam über diesen grottenschlechten abend lustig gemacht oder wären noch wo anders hingegangen und hätten literweise tequila und bier bis in den morgengrauen vernichtet. aber so saß ich da, und musste ausharren bis meine mitfahrgelegenheiten auch bereit waren, zu gehen.

immer noch total verstört, erwachte ich am samstag morgen sieben uhr. mein wecker. wir waren mal wieder wandern. die kollegen and me. siebenhundert meter höhenunterschied in circa vier stunden. trepp auf, trepp ab. berg auf, berg ab. und das mit muskelkater im arsch. aua! auf halber strecke verließen mich die kräfte, die physischen und die psychischen. ich hätte mich am liebsten in einen baum verwandelt. dann hätte ich einfach stehen bleiben können.

der ausblick, die natur, die ruhe, das lachen mit den anderen, die entspannung, die sich einstellt, weil du deine gedanken nur noch auf den weg und deinen körper konzentrierst. dafür hat sich all die anstrengung gelohnt. und: für den knackarsch, den ich haben werde! und: ich will gar nicht mehr nach hause!

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