my coccon…

Weihnachten, Zeit der besinnlichen Träume. So auch in meinem Universum! Eingebettet zwischen Aschenbecher und einer unbekannten Schönheit hinter einem Vorhang, sitze ich. Ruhig schweigend, in meinem Schicksal ergeben. Bezeichnend für meine jetzige Lebenssituation? Ich weiß es nicht! Wirklich nicht!

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Wissen manchen Menschen nicht, dass sie nicht dafür geboren sind um auf der Bühne zu singen! Sei es auch nur auf einer Bühne in einem Einkaufszentrum, um von einem weißbärtigen, im roten Kostüm verkleideten Mann und nach Überkonsum von Stroh 80 versetzten Glühwein stinkenden Mit50ger billige Schokolade geschenkt zu bekommen. „Komm doch her Kleines! Setzt dich mal zum Onkel auf den Schoss! Warst du auch fein brav? Mhhh?“ hallt es durch die eiswindigen Flure des Szenarios. Ist manchen Eltern eigentlich bewusst, dass ihre Kinder dadurch für Jahre traumatisiert werden können. Ich hab mir seit diesem Zeitpunkt geschworen, meine Kinder nicht zu verarschen! Von Anfang an reinen Wein eingeschenkt und schon ist das ganze den Weihnachtsmann gibt es nicht Gedöhns ad absurdum geführt und ich hab meine Ruhe später. „Nichts ist härter als die Wahrheit“ nennen es die „WerbefachLeute bzw. Propagandisten“ der Bild so gern. „Mein Sohn die Geschenke bekommst du von Mamma und Papa! Und wenn du uns zu teuer wirst, kommst du ins Heim! Alles klar du Rotzlöffel!“ Schelle ins Gesicht dazu und schon ist die Weihnachtssozialisation fertig. Herrlich.

Moment, ich kann einen Blick auf die Unbekannte neben mir erhaschen. Kurzes blondes Haar, ca. 20 bis 24 und eigentlich ganz süß. Doch was machst du? Treibst lethargisch mit deinem Coccon in deiner Welt ziellos weiter. Jede Zelle deines Körpers schreit: „Sprich sie doch einfach an!“ Doch was machst du? Nichts! What a pathetic person you are…

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Gedankenfetzen an vergangene Zeiten streifen die Seele. Waren die Dinge die passiert sind richtig und gut für dein Leben? Mhh, so richitg nicht, wenn du ehrlich bist! Jetzt kommt es, das große ABER. Es liegt nicht in deiner Macht. Es sind Gedanken an eine alte Zeit, diese ist vorbei. Es gibt kein richtig oder falsch. Nur Entscheidungen und daraus resultierende Konsequenzen. Die Konsequenzen für dich, mein lieber Freund waren nun mal kurzweilige Alkoholismen und übertriebener Körperhass. Hasse deinen Körper um ihn neu zu entdecken und lieben zu lernen war die Devise. Ich glaub es war Frodo, dass selbstsüchtige Arschloch aus Herr der Ringe, der am Ende des  Films meinte: „Wie knüpft man an? An ein früheres Leben. Wie macht man weiter?  Wenn man tief im Herzen zu verstehen beginnt, dass man nicht mehr zurück kann. Manche Dinge kann auch die Zeit nicht heilen. Manchen Schmerz der zu tief sitzt und einen fest umklammert.“

Plötzlich diese Stimme. Klar. Voller Kraft und Emotion. Aber doch zärtlich. Woher kommt diese Stimme? Sie ist wunderschön. Wenn ich an die Existenz von Engelsgesängen glauben würde, dann wäre diese Stimme gern mein Todesurteil für die verheißungsvolle Botschaft unserer Göttin. Denn wir wissen ja alle seit Dogma, dass Gott Alanis Morissette ist. Zurück zum Gedanken. Es gibt so Momente und Situationen, in welchen eine Stimme, einem den Tag versüßen kann. Man sieht keine Person zur Stimme, man ist völlig gebannt und vereinnahmt von ihr. Jede Faser deines Körpers saugt diesen Klang auf und versucht zu bestimmen: „Wie sieht die Person zu der Stimme aus?“. Ich in meinem Fall, habe bewusst nicht versucht dieses Mystherium zu lösen. Da wir ja alle wissen, dass man nur enttäuscht werden kann. Darum blieb ich in meinem Coccon sitzen und lasse mir bei jedem Gedanken an den Wohlklang meines Engels ein seeliges Grinsen auf mein Gesicht zaubern.

Penaler Drang durchfährt meine Lenden! Nein, kein Druck der Blase. Erregung im frontalen Lustzentrum des Mannes.  Ich muss gerade an eingeölte Brüste und an pornoröse Phantasien denken. Tittenfick, BlowJob, männlich dominantes Verhalten schießt in meine Gedankenumlaufbahn. Wieso muss ich gerade an die Brüste meiner Ex denken? Die der Muse sind doch besser. Perversling? Nein! Ich stelle mir auch gerade die Frage: „Hat der Ex-Freund das Recht, sich den Partner also meist die Frau oder Mann oder beide nackt vorzustellen?“ In meinem Fall halt nur die Frau. Ich sage ja. Oder dringt man dann durch den simplen Gedanken in den Intimbereich bzw die Intimssphäre des Anderen/X ein? Man war doch schon weiter drin. Ist es vielleicht falsch anerzogene Scham? „Ihh, der/die hat mich nackt gesehen!“. Aus dieser Scham heraus, resultieren meist komplexitöse Gedanken in der Form von „Bin ich schön?!?“. Es ist der natürliche Schutzmechanismus eines jeden Menschens, so zu reagieren. Denn erst wenn die letzte Hülle, die Geschenkverpackung, fällt und man sich nackt gegenüber steht, ist man dem anderen fast schutzlos ausgeliefert. Hier erneut ein großes Aber. Denn der richtige Seelenstriptease beginnt erst bei bzw. nach einer Trennung, Tod oder ähnlichen Ereignissen. Doch zum Glück sind diese Dinge mir im Moment hoffentlich fern. Außerdem sind Die Gedanken sind frei! Also kann ich mit imaginären Nacktgedanken von Körperregionen anderer Menschen machen was Ich will.

Blick nach links. Aschenbecher unverändert an seinem Platz. Nur der Benutzer ist ein Anderer. Ich bin es nicht. Leider! Blick nach rechts. Wo ist sie hin? Die unbekannte Schönheit. Entflohen aus meinem Einzugsbereich und ich habe es nicht mal mitbekommen. Bin ich überhaupt wach? Oder schlafe ich? So richtig sicher bin ich mir nicht. Werde ich sie wieder sehen?…

2 be continued…

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