schlüsse ziehen

horch!
wie sagte herr or letztens so schön: so ist das nun mal, wenn man sich trennt. dagegen gibt es im grunde nichts einzuwenden, wenn ich keine frau wäre. ehrlich mal… ich wünsche mir, ich hätte, wie er es nannte, mehr männliche ignoranz. damit soll das angeblich besser funktionieren, das mit dem schlussstrich ziehen und so.

ich meine, die emotionalen niederlagen gegen mich selber sind schon echt viel weniger geworden. mich in selbstverachtung zu suhlen, passiert eher seltenst. der gedanke, versagt zu haben und an allem schuld zu sein, rückt auch mehr und mehr in den hintergrund und wird von den schönen dingen des lebens versteckt. muss ja auch mal sein, nech? wo kämen wir denn da hin, die ganze zeit trübsal zu blasen?

wie ich samstag nacht mit meiner freundin über das alles redete und wieder ein wenig weinte, weil der wein und das bier alle waren und somit auch leider die mit eineinhalb flaschen rotem wein erarbeitete männliche ignoranz, wurde mir wieder klar, dass das  alles genauso richtig war, wie ich meinen weg gegangen bin, wofür oder wogegen ich mich entschieden habe. und trotz dieser erkenntnis erschöpft es mich manchmal einfach nur. gut, es ist nicht ganz so heftig wie letztes jahr. es gab tage, da verließ mich einfach nur die kraft und ich hatte irgendwie mühe, weiter zu gehen. manchmal war ich so  angestrengt in gedanken vertieft, dass ich mich irgendwo hinsetzen musste, um zu ende zu denken. erst dann konnte ich weiter laufen. generell ist der strich auch gezogen. grade und durchgezogen ohne unterbrechnung.

baustelle

manchmal kommt mir mein kopf wie eine einzige ewige niemals fertig werden wollende baustelle vor. ständig passiert irgendwas, womit man zu recht kommen muss. früher verließen einen die freunde, weil man weggezogen war. da war man sich nicht mehr nur aus den augen, sondern ebend sprichwörtlich auch aus dem sinn. das hat viel mühe gekostet, das zu verdauen. dann kommt ein wunderbar zauberndes wesen auf die erde und lässt uns alle so sehr in angst. und sei das nicht genug gewesen der ganze kummer um meine zarte schwester. da! und schon wieder rattert es auf meiner baustelle… oooooooch………………… dabei denke ich in letzter zeit schon gar nicht mehr so negativ. zu sechsundachtzigkommadrei prozent – soviel sind es mindestens – sogar sehr positiv. und manchmal weiß ich  nicht, wohin mit meinen positiven gedanken, die ich niemals in wunderbare worte fassen kann – wie manch anderer – der ja zum glück endlich mal wieder im lande ist und der welt ihre gedanken formuliert.

als ob es nichts schlimmeres gibt. ja, jemand hatte recht, als er zu mir sagte rafunzel!

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