a walk in the park…

Osterstrauch

Zärtlich streichelt die Sonne mein Gesicht. Die Zellen meines Körpers erwachen. Unruhe macht sich breit. Der Reiz die Wärme der Decke zu genießen schwindet. Ich stehe auf. Suche meine Kleider zusammen und schnüre meine Schuhe zu. Öffne die Haustür und überschreite die Schwelle. Auf dem grauen Asphaltteppich der Straße ziehe ich beide Arme in Richtung Ohren und übertrete die zweite Schwelle in eine andere Wirklichkeit. Der Soundtrack läuft. Volle Lautstärke. Nur ich stehe noch vor der Tür zu meiner Wohnung. Ein Blick nach links, ein Blick nach rechts. Welche Richtung soll ich einschlagen? Rechts. Ich laufe los.

Leicht trabend laufe ich der Sonne entgegen. In weiter Ferne sehe ich ein rotes Licht blinken. Am Ursprung des Blinkens angekommen muss ich stehen bleiben. Kein Weg führt am Hindernis vorbei. Eine Schranke zwingt mich zur Ruhe. Eine Schweißperle sucht ihren Weg über meine Augenbrauen an meiner Wange herunter in Richtung Kinn, um letztendlich als gesprenkelter Fleck den Asphalt zu verziehren. Minuten vergehen und keine Veränderung in Sicht. Drei helle Lichter nähern sich mit hoher Geschwindigkeit und rauschen an mir vorbei. Plötzlich ein Glockenspiel und die Schranke gibt den Weg frei. Ich laufe weiter. Geradeaus, immer geradeaus in Richtung eines Waldstückes. Bäume zu einer Allee gereiht passiere ich auf meiner Reise und lasse sie hinter mir. Ich bin allein und verlangsame meinen Schritt. Doch plötzlich passiert mich ein anderer Reisender vertieft in seiner eigenen Welt. Kurze Zeit später biegt er in eine andere Richtung ab und ist aus meinem Blickfeld wieder verschwunden. Ich bin wieder allein. Die Schritte werden wieder schneller. Gleichzeitig steigt mein Puls und meine Atmung wird schneller. Der Weg entlang des Flußes weitet sich. In einiger Entfernung vor mir ein heller Schein einer Lichtung. Als ich die Lichtung erreiche bleibe ich stehen und Laufe in Richtung eines Strauches und breche einige Triebe der Pflanze ab. Ein kurzer Blick auf mein Umfeld verrät mir, das ich den Asphaltteppich der Zivilisation wieder erreicht habe. Ich laufe nun langsam mit Schweißperlen benetzt in Richtung meiner Wohnung. Nur wenige andere Personen kreuzen meinen Weg. Rechts von mir rankte ein Wildwachsender Kirschbaum, so blieb ich erneut stehen und brach wieder einige Zweige ab. Mit einem Bündel bunter Farbenpracht setzte ich meinen Weg fort. Mit letzter Kraft erklimme ich die Etagen zur rettenden Pforte meiner Wohnung um die neuen Mitbewohner mit frischem Nass zu versorgen.

Und da stehen sie nun in einem Fußbad aus H2O und warten darauf mit frisch bemalten Eiern behangen zu werden. …

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