deutschstunde für’s leben

wir lernen nicht für die schule, sondern für’s leben.

meine güte wie oft hat man diesen satz gehört und verflucht. besonders in solchen fächern, die für’s überleben wichtig sind. das einzige, das ich im deutschunterricht lernte, war besonders kleine zettelchen zu schreiben und diese möglichst unauffällig zu den banknachbarn hinter mir zu befördern. ja, wir waren ein tolles quartett. drei jungs, ein mädel. statt zu lernen, was ein axel ist, hätte ich lieber aufpassen sollen, wie man interpretiert. gegen interpretationen habe ich mich immer gewehrt. wer weiß denn schon, was die großen literaten meinten, als sie ihre romane und gedichte schroben? ich bin ein mensch, der fakten liebt. schwarz auf weiß, weil’s angenehmer für die augen ist. und klare worte statt bildliche beschreibungen. deshalb bin ich auch das geworden, was ich jetzt bin: wenn’s nicht mehr geht: rational.

und so passiert’s dass ich texte ganz falsch verstehe als sie gemeint waren. ich sehe nur schlüsselwörter oder -sätze. und alles drumherum vergesse ich. oder verstehe ich nicht. und dann passiert’s, dass ich vielleicht ungerecht bin, nur weil ich die aussage nicht verstehe. und so verschwinden rein lyrisch betrachtet ganz wunderbare zeilen, die es wert gewesen wären, gelesen zu werden.

zja, immerhin weiß I C H, dass ein axel elf centimeter sind. wer hätt’s gewusst? – und das in der elften klasse. traurig, aber wahr.

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