Irgendwie

Irgendwie möchte man gerne wieder schreiben, was schönes, was lustiges, was trauriges, irgendwas eben. Und dann denke ich, dass doch alles schon gesagt, alles gedacht, alles geschrieben und alles gemalt wurde. Wohin man blickt, gibt es Kommentare en masse. Und deshalb haben wir nur ein neues Design. Nicht jedem Zwang oder Trend muss man folgen, denn wie lehrte uns schon Sean Brummel? „Einen Scheiß muss ich!“

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Komisch. Das Leben könnte so schön und einfach und unkompliziert sein. Würden wir einfach nur mal offen miteinander reden. Statt zu sagen „ich liebe Dich“ oder „ich liebe Dich nicht (mehr)“ scharwenzelt man Tage-, Monate- wenn nicht sogar Jahrelang umeinander herum. Trägt Gefühle und Gedanken wie einen immer schwerer werdenden Bezeihungsrucksack mit sich herum. Da trennen sich also Paare nach ewigen Zeiten, manchmal erst viel zu spät. Da gehen Ehen kaputt, weil niemand mehr miteinander redet. Da zerbrechen Freundschaften, weil Vertrauen und Aufrichtigkeit fehlen. Und was bleibt am Ende? Da fährst Du am Ende mit Deinen 52 Jahren mit Deinem Fahrrad von der Arbeit nach Hause, so wie Du es wahrscheinlich seit Jahr und Tag gemacht hast. Steigst ab und fällst nichtsahnend um und bist auf der Stelle tot. Wenn Du Glück hast, geht es so schnell, dass keine Zeit mehr ist, damit Dein Leben nicht mehr an Dir vorüberziehen ziehen kann und Du in den letzten hundertstel Sekunden Deines Lebens nichts zu bereuen hast, kein nicht gesagtes „ich liebe dich“ oder „ich liebe dich nicht (mehr)“ oder „lass uns reden“ oder oder oder… dass Du Deine Chance verpasst hast auf ein anderes Sein. Es gibt Tage wie diese, an denen einem wieder Bewusst wird, dass es nur ein Leben gibt, dass wir uns selbst versauen oder einigermaßen schön machen können.

Und flüstern würde auch gehen.

Urlaubsreif

„Wandern kannste auch noch, wenn Du mal alt bist!“

Sprach’s und hatte ja irgendwie auch wieder Recht. Der Plan, dieses Jahr mal so 400 km sinnlos durch die Weltgeschichte zu latschen, ist nun erstmal verworfen, auf Eis gelegt, verschoben. Vielleicht auf 2015. Ma guggn.

Stattdessen wird getanzt und gefeiert. Solange wir noch können. Und das wahrscheinlich auch nicht mehr allzu lange, wenn ich mir das Ergebnis von drei Stunden Abgezappel angucke. Knieaua vom Feinsten. Röcke und Taschentücher können an der Pforte abgeholt werden.

Ja und sonst so? Wayne’s interessiert, sag ich da nur.

Freue mich trotzdem auf vier Wochen nicht arbeiten gehen müssen. Jeden Tag zu Tode langweilen, weil ja alle anderen arbeiten gehen. Super Idee!

Nö aber ansonsten ist alles schick. Vorallem die neuen Kleider.

Klassenfahrt

Der  letzte Ausflug und gleichzeitig die Verabschiedung meiner Mbw auf ihre Weltreise hat mich also nach NYC verschlagen. Acht Jahre später habe nicht nur ich mich verändert, sondern auch die Stadt. Mit anderen, noch schlechteren Augen, dafür stärkerer Brille habe ich die Eindrücke dieser Stadt aufgesogen. Es waren anstrengende sieben Tage, aber auch sehr eindrucksvolle, vom Zoo in der Bronx, über Shopping auf dem Broadway, Friedhofsbesichtigung in Queens, abendliches Schlendern durch Brooklyn, Sushi essen im East Village, Wolkenkratzer in Downtown, Kunstmuseum bis hin zur chilligen Schiffsfahrt um Manhatten drumrum und und und… Viel gelaufen, viel gelacht, viel gesehen, viel gehört, zu wenig geschlafen. Wie sollte es auch sonst sein in der coolsten Stadt der Welt?

Let’s make a Hundeblog

Gestern also waren wir unterwegs. Kalle und ich das erste Mal gemeinsam allein auf weiter Flur. Im kalten Schneesturm. Ich zumindestens war für meinen Teil dick eingemummelt. Und hätte sicherlich länger mit dem kleinen Fratz draußen rumspazieren können. Aber nein, das Frollein Peia musste sich ja wieder von irgendwelchen Ömmels beeinflussen und sich einreden lassen, dass man mit den Kleinen an solch einem Tage nicht länger als eine halbe Stunde rausgehen sollte. Also habe ich darauf gehört, weil ich ja eigentlich ein totaler Hundenoob bin. Dafür hab ich dann noch Leo und Emma ausgeführt. Und das Ende vom Lied war, dass der Tierheimtyp gemeint hat, ich solle lieber mit einem Knut ne Stunde rausgehen als so kurz mit dreien. Das bringt mehr und die armen Viehcher fühlten sich nicht verarscht. Es gibt noch viel zu lernen.

Ah hier noch ein Bild von Kalle, der Rakete: